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Kommunale Jugendpolitik

Jugendverbände vertreten als Selbstorganisationen von jungen Menschen und entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag (§11 und §12 SGB VIII) die Interessen von Kindern und Jugendlichen und setzen sich für sie ein. Auch in der Jugendpolitik gilt: „all politics is local“. Daher ist die kommunale Ebene besonders wichtig: sowohl bei der Gestaltung der Lebensräume von Kindern und Jugendlichen insgesamt als auch in der Frage, welche Angebote es für Kinder und Jugendliche gibt, wo sie mitbestimmen können und wo ihre Interessen berücksichtigt werden. Das geht vom Bolzplatz bis zur Jugendverbandsförderung und sollte vor der Schule nicht Halt machen.

Mit den Jugendhilfeausschüssen hat die Jugendpolitik in den Kommunen ein Entscheidungsgremium, in dem auch „freie Träger“ (z.B. Jugendverbände) mit Stimmrecht vertreten sind. Um sich wirksam im Jugendhilfeausschuss einzumischen, gibt es folgende Arbeitsmaterialen:

Darüber hinaus gibt es in den Kommunen weitere Planungsgremien, die z.B. „AK 80“ oder „AG 78“ nach den Paragraphen 70, 80 SGB VIII heißen. Hier geht es darum, dass der „öffentliche Träger“ die „freien Träger“ (den wir als „Jugendamt“ kennen) in die Jugendhilfeplanung rechtzeitig miteinbeziehen muss. In NRW ist vorgeschrieben, dass die Kommunen Kinder- und Jugendförderpläne erstellen. Mehr hierzu:

Da im Landesjugendring NRW die Jugendverbände auf Landesebene zusammengefasst sind, hat der Landesjugendring keine originäre Zuständigkeit für die kommunale Ebene. Hier vertreten die Jugendverbände vor Ort und/oder die Stadt- und Kreisjugendringe die Belange junger Menschen. Da jedoch viele Themen und Herausforderungen trotz der lokalen Vielfältigkeit oft ähnlich sind, hat der Landesjugendring NRW (neben der kommunalen Ebene in Projekte und der Vernetzung in der Koordinierungsgruppe der Stadt- und Kreisjugendringe) 2015 eine Arbeitsgruppe Kommunale Jugendpolitik einberufen.

Die kommunale Ebene ist insbesondere wichtig für die Etablierung einer einmischenden Jugendpolitik, die durchsetzen möchte, dass die Bedürfnisse und Interessen junger Menschen nicht nur in den bisherigen Feldern (z.B. bei der Spielplatzplanung) sondern auch darüber hinaus (z.B. bei der Stadtentwicklungsplanung) berücksichtigt werden, um ein gutes Aufwachsen junger Menschen zu gewährleisten.

Meldet euch bei Fragen gerne bei der Geschäftsstelle des Landesjugendringes NRW. Wir bemühen uns, euch weiterzuhelfen und mit anderen kommunalen Akteuren zu vernetzen.