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Jugend mischt sich ein!

Jugendlicher beschreibt Plakatwand als Rückmeldung an die Politik

Junge Menschen sind betroffen von den Entscheidungen, auf die sie kaum Einfluss haben, die aber wesentlich für ein gutes Leben und Aufwachsen und für ihre Zukunft sind. Jugend als eigenständige Lebensphase mit all ihren Besonderheiten und Herausforderungen darf dabei nicht nur als Vorbereitung auf die Erwerbstätigkeit gedacht werden, sondern muss mit ihren eigenen Logiken in den Fokus der Jugendpolitik kommen.

Aus dieser Erkenntnis heraus hat der Landesjugendring NRW zusammen mit anderen Akteuren wie dem Jugendministerium die Idee einer einmischenden Jugendpolitik entwickelt.

Kriterien der einmischenden Jugendpolitik

  • Einmischende Jugendpolitik erfasst die Bedürfnisse, Interessen und Themen aller Kinder und Jugendlichen in NRW.
  • Einmischende Jugendpolitik beinhaltet eine Förderung von Befähigung und eine starke, wirksame Beteiligungsstruktur, die sich auch unabhängig von Politik und Verwaltung organisieren können muss.
  • Einmischende Jugendpolitik muss strukturell verankert werden.
  • Einmischende Jugendpolitik bedeutet, dass alle Entscheidungen der Politik auf ihre Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche überprüft werden.
  • Einmischende Jugendpolitik schafft und braucht gute Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen.

Politische Entscheidungen dem Jugendcheck unterziehen
Für eine einmischende Jugendpolitik braucht es unterschiedliche Instrumente. Z.B. fordert der Landesjugendring NRW den Landtag NRW auf, sich selbst zu verpflichten, bei anstehenden Entscheidungen, insbesondere bei der Einbringung von Gesetzen, den „Jugendcheck NRW“ durchzuführen. Hierbei wird bei der Einbringung von Gesetzen angegeben, ob die Gegenwart und Zukunft junger Menschen durch diese Entscheidung beeinflusst wird. Orientierung sollten dabei die drei Säulen der UN-Kinderrechtskonvention Schutz, Förderung und Beteiligung bieten. Langfristig ist der Jugendcheck NRW auch auf Erlasse, Verordnungen und weitere Regelungen auszuweiten.

Jugendmonitoring soll politischen Handlungsbedarf ermitteln
Um die Themen aller jungen Menschen in NRW erkennen und wirksam aufgreifen und berücksichtigen zu können, braucht es ein Jugendmonitoring, aus dem politische Handlungsbedarfe abgeleitet werden. Ein solches Monitoring müsste circa alle zwei Jahre sowohl die Lebenslagen als auch die Meinungen junger Menschen in ganz NRW erfassen und dabei die sozioökonomische Lage, aber auch Differenzlinien wie Geschlecht, sexuelle Orientierung und Migrationsgeschichte berücksichtigen.

Ein prominentes Thema einmischender Jugendpolitik ist z.B. der Einsatz für mehr Freiräume für junge Menschen. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite des Bündnis für Freiräume

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