Arbeitsfelder

Überblick

Jugendringe und Jugendverbände in Kommunalen Bildungslandschaften

Gesellschaftliche Entwicklungen betreffen Kinder und Jugendliche. Sie wirken sich aus auf ihre Möglichkeiten zu Lernen und aufzuwachsen. Zu diesen Entwicklungen gehören z.B. der demografische Wandel, die zunehmenden sozialen Unterschiede, der Bedarf an ganztägiger Betreuung, aber auch das Ziel der Inklusion.

Mit dem Konzept der Kommunalen Bildungslandschaften wird diesen Rahmenbedingungen Rechnung getragen. Ziel der Kommunalen Bildungslandschaften ist es, die unterschiedlichen Bildungsakteure vor Ort zu vernetzen, um für Kinder und Jugendliche gute Bildung zu ermöglichen. In Reaktion auf und in Auseinandersetzung mit dem PISA-Schock steht der Begriff der ganzheitlichen Bildung im Mittelpunkt des Konzeptes, verbunden mit dem Anspruch, gute und angemessene Bedingungen des Aufwachsens und Lernens und damit mehr Chancengerechtigkeit zu schaffen.

In NRW findet seit 2008 auf Initiative des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW der Ausbau der „Regionalen Bildungsnetzwerke“ statt. Diese sollen „(…) die Idee eines ganzheitlichen Bildungsverständnisses [unterstützen], indem sie über Altersgrenzen hinweg schulisches und außerschulisches Lernen in den Mittelpunkt stellen“ (MSW, 2015).

Allerdings entsprechen die Rahmenbedingungen aus Sicht der Jugendverbandsarbeit vielfach noch nicht diesen Zielen. 1.) Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist konzeptionell, strukturell und inhaltlich nicht vorgesehen. 2.) Das vorherrschende Bildungsverständnis ist weiterhin einem eingeschränkten Bildungsbegriff verhaftet, der Bildungsakteure wie Familie, Peergroups oder Jugendverbände kaum in den Blick nimmt. 3.) Die Einbeziehung außerschulischer Bildungsakteure scheint vorrangig als Dienstleistung für Schule zu erfolgen. 4.) Die Akteure aus der Kinder- und Jugendarbeit sind bislang kaum an den zentralen Gremien und Organen beteiligt.

Um Kinder und Jugendliche langfristig gut und bedarfsgerecht zu fördern, brauchen die Jugendringe und Jugendverbände einen zentralen Platz in einer Kommunalen Bildungslandschaft. Hier gibt es konkreten Handlungsbedarf, auf den der Landesjugendring NRW mit den Stadt- und Kreisjugendringen Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Siegen und Siegen-Wittgenstein reagiert. Im Projektzeitraum von Juni 2013 bis Juni 2016 wurde an den lokalen Standorten exemplarisch:

  1. Kindern und Jugendlichen das Erleben non-formaler Bildung durch die Initiierung eigener Projekte ermöglicht.
  2. die Bildungslandschaften strukturell weiterentwickelt.
  3. die Bildungslandschaften dahingehend verändert, dass sie sich stärker an den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen ausrichten.

Wer sich einen Überblick über das Projekt verschaffen möchte, findet hier weitere Infos.

Die umfassende Dokumentation mit Praxisbeispielen findet sich hier.

Gefördert vom: