Arbeitsfelder

Aktuelles

4. – 5. November 2017 – Argumentations- und Handlungstraining gegen Rechts

Für Multiplikator_innen aus der Jugendverbandsarbeit

Unterschiedliche Parteien und Gruppierungen nutzen die Notlage Geflüchteter und die Debatten zum Asylrecht, um Ängste zu schüren. Dabei versuchen sie für komplexe Sachverhalte scheinbar einfache Lösungen zu präsentieren und gefährden ein vielfältiges Miteinander.

Die Jugendverbände in NRW sprechen sich deutlich gegen Rechtspopulismus aus. Dennoch begegnen sie im Alltag, in ihrer Bildungsarbeit und in der Öffentlichkeit menschenverachtenden Äußerungen. Der Umgang mit solchen Einstellungen kann verunsichern und Fragen aufwerfen: Wo fangen rechtes Denken und Verhalten an? Was sind menschenverachtende Einstellungen? Ab wann bin ich gefordert zu reagieren und wie?

Die Antworten auf diese Fragen sind Inhalt des Argumentations- und Handlungstrainings mit dem Schwerpunkt Rechtspopulismus. Ziel des Trainings ist es, menschenverachtende Einstellungen frühzeitig zu erkennen, sie zu problematisieren und argumentativ zu widerlegen. Auf diesem Weg trainieren die Teilnehmenden, rechten Äußerungen und Aktivitäten wirksam entgegenzutreten.

Das kostenlose Seminar richtet sich an Multiplikator_innen aus der Jugendverbandsarbeit in NRW. Es wird von Trainer_innen des Netzwerks für Demokratie und Courage NRW geleitet.

Tagungsort:
Salvador-Allende-Haus in Oer-Erkenschwick

Die Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern. Wir streben eine gerechte Verteilung der Plätze an, sodass möglichst viele Jugendverbände teilnehmen können.

Teilnahmekosten:
Die Teilnahme ist kostenlos.

Ansprechpartnerin:
Inken Renner, E-Mail: renner(at)ljr-nrw.de,  Telefon: 02 11/49 76 66-19
 

NDC zur neuen Mitte-Studie der Universität Bielefeld: Mehr Anstrengung in der Demokratie- und Aufklärungsarbeit nötig

Die Universität Bielefeld (Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung) veröffentlichte vor kurzem ihre neuste Mitte-Studie, mit welcher u.a. menschenfeindliche und neonazistische Einstellungen in der Bevölkerung gemessen werden. Demnach ist die Abwertung und Ablehnung bestimmter sozialer Gruppen weiterhin stark vertreten und liegt, je nach Gruppe zwischen 10 % und 50 % Zustimmungswert. Die Zahlen bestätigen eine Spaltung der Gesellschaft entlang von Werten und Einstellungen. Neben Einkommen, Bildung und Geografie ist es vor allem die politische Grundhaltung, welche zu einer menschenfeindlichen oder menschenfreundlichen Haltung führt. Die Studie zeigt klar einen Zusammenhang zwischen negativen Einstellungen gegenüber sozialen Gruppen, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie einer politischen Radikalität welche die Demokratie ablehnt oder dieser feindlich gegenübersteht.

Das NDC sieht in den Ergebnissen der Studie einen Handlungsauftrag. Immer größere Teile der Bevölkerung entfernen sich von einem demokratischen und menschenfreundlichen Werte- und Weltbild, diese Entwicklung fordert Antworten. Zwar leisten Institutionen wie das NDC seit Jahren intensive Arbeit und klären auf, dieses Engagement reicht jedoch nicht aus.

Hier geht es zur kompletten Pressemitteilung des NDC

Zusammenfassung der Studie   

NDC setzt seit vielen Jahren Motto von bundesweitem Demokratiekongress um: Demokratie leben und stärken ist Grundgedanke des NDC

Anlässlich einer Demokratietagung von BMFSFJ und BMI hat das NDC die oben genannte Pressemitteilung herausgeben.
Die Pressemitteilung ist hier zu finden.

Weitere Informationen zum NDC gibt es unter www.netzwerk-courage.de   

NDC solidarisiert sich mit der Amadeu-Antonio Stiftung

Die Amadeu-Antonio-Stiftung, langjähriger Kooperationspartner des NDC, wurde zuletzt durch verschiedene rechte Netzwerke und Institutionen, darunter die „Junge Freiheit“, das „COMPACT-Magazin“ und die „Identitäre Bewegung“ attackiert und diffamiert. Das NDC weist die erhobenen Vorwürfe auf das Schärfste zurück.

„Uns haben die falschen Behauptungen und entwürdigenden Aussagen über die Mitarbeitenden und Engagierten der Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) betroffen gemacht. Wir kennen die Kolleg_innen seit vielen Jahren als Engagierte für Demokratie, den Abbau von Diskriminierung und den Erhalt von Menschenwürde.“, so Ralf Hron, Vorstandsvorsitzender des NDC.

Im Mittelpunkt der Kampagne gegen die Stiftung steht eine Broschüre der AAS, welche zum Umgang mit Hasskommentaren im Netz anregt („Hetze gegen Flüchtlinge in sozialen Medien“). Handreichungen wie diese enthalten wertvolle und wirkungsvolle Tipps, wie man praktisch auf rassistische oder menschenfeindliche Äußerungen reagieren kann. Auch das NDC stellte in seinen Veranstaltungen fest, dass im Zuge der Aufnahme von Geflüchteten die Hemmschwelle für entsprechende Äußerungen gesunken ist. „Die Amadeu-Antonio-Stiftung leistet eine wichtige Arbeit für die Unterstützung vieler Tausender Engagierter, die sich vor Ort für Geflüchtete einsetzen oder die sich in Initiativen und Bündnissen gegen eine Atmosphäre des Hasses und der rechten Propaganda zusammengeschlossen haben“, sagt Ralf Hron.  

Weitere Informationen:
Pressemitteilung des NDC

Sylvia Löhrmann besucht Projekttag

Ministerin Sylvia Löhrmann besuchte am 25.08.2014 einen Projekttag des Netzwerks für Demokratie und Courage (NDC) an der Gesamtschule Wanne-Eickel in Herne.
Die Ministerin engagiert sich als Botschafterin des NDC und unterstützt dessen demokratiefördernde Bildungs- und Projektarbeit. Im Anschluss an den Projekttag fand ein Gespräch mit der Ministerin und Vertreter_innen der Schule und des NDC statt. Die Ministerin zeigte sich vom ehrenamtlichen Engagement der NDC-Teamer_innen beeindruckt.

Bericht zur Fachtagung „Protestformen gegen Rechts – Zwischen Bratwurst und Sitzblockade“ am 20.03.2014

Am 20. März 2014 veranstaltete die AJS, IDA-NRW und der Landesjugendring NRW in der Alten Färberei in Wuppertal eine Fachtagung zum Thema „Protestformen gegen Rechts - Zwischen Bratwurst und Sitzblockade“.
Im Rahmen der Tagung wurden Möglichkeiten, Bedeutung und Formen des Widerstandes unter Einbezug aktueller Diskussionen näher betrachtet. Im Fokus standen Fragen wie:

  • Welche Arten von Akteur/innen und Bündnissen lassen sich ausmachen?
  • Welche Aktionsformen haben in Vergangenheit und Gegenwart Erfolg gehabt bzw. blieben erfolglos?
  • Welche Protestformen sind legal, welche liegen am Rande der Legalität und sind vielleicht dennoch notwendig und sinnvoll (beispielsweise Blockaden)?

Mit Vertreter_innen aus Jugendverbänden, Schule und Zivilgesellschaft wurden diese Fragen diskutiert.
Eine Dokumentation der Tagung steht hier bereit.

Demokratische Bildungsarbeit ist Aufgabe zivilgesellschaftlicher Organisationen:

NDC veröffentlicht Statement zur Rolle des Verfassungsschutzes in der politischen Bildung

Das Netzwerk für Demokratie und Courage ist mit jährlich rund 1.500 Projekttagen an Schulen und Berufsschulen einer der größten Anbieter politischer, demokratischer und insbesondere anti-rassistischer Bildung in der Bundesrepublik. Mit dem Statement möchte das NDC die Rolle des Verfassungsschutzes in der politischen, demokratischen Bildungsarbeit, insbesondere auch an Schulen kritisieren.

Hier können Sie das vollständige Statement "NDC-Nachdenk-Papier: Zur Rolle des Verfassungsschutz in der politischen Bildung" lesen und herunterladen.

NDC Ticker

Zahlen & Fakten 2017

95 durchgeführte Projekttage
2.660 erreichte Teilnehmer_innen
190 umsetzende Teamer_innen

Zahlen beziehen sich auf alle Projekttage mit Schüler_innen
(Fortbildungen sind nicht erfasst.)

(Stand 19.10.2017)

Flyer Projekttage

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